Das offizielle Mitteilungsorgan des Vereins "Saunaritter e.V.", gegründet im August 2008.
8. August 2009
Sauna Weltmeisterschaft in Heinola
Das neuste von der WM
Unsere Silvia hat den 3. Platz und Beate den 6. Platz bei den Frauen errungen.
Herzlichen Glückwunsch!
Unsere männlichen Saunaritter haben es allesamt bis ins Viertelfinale geschafft und sind dann ausgeschieden. Trotzdem eine Riesenleistung wenn man bedenkt, wie heißt es dieses Jahr wurde und wie stark die Konkurrenz war. Selbst von Seiten der Finnen wurden Bedenken über mangelnde Luftzirkulation und die Hitzeentwicklung in den Wettkampfsaunen geäußert.
Ein genauer Bericht mit Zeiten folgt in Kürze sobald die Ritter wieder deutsche Saunabretter unter den Hintern haben.
Euer Ede
Saunaritter wieder im Radio: HR-Info
Saunaritter Bastian war gestern beim Hessischen Rundfunk zu Gast. HR-Info wollte es mal wissen: Sauna im Sommer? Immer! Meisterschaften? Ja klar! Im Interview mit Volker Hirt, dem Moderator der Sendung "Lebensart" ging es zur besten Sendezeit ging es natürlich nicht so heiss her wie bei den Meisterschaften in Stralsund oder Heinola, aber um den Hörern einen Einduck von 110 Grad Starttemperatur zu geben hat es dennoch gereicht.
Und eins wurde wieder klar. Finnland ist die Saunanation Nr1. Wie lange noch kann keiner sagen, denn Deutschland hat ganz schön aufgeholt ;-)
Zur Sendung
Wiederholungen kommen auf HR-INFO am
Samstag, 08.08.09 23:00
Sonntag, 09.08.09 11:00 und 17:00 Uhr
3. August 2009
Auf der Reise nach Heinola
Norbert und Bernhard befinden sich grade auf der Reise nach Heinola.
Wir haben den Landweg gewählt und momentan berichten wir von der Fähre von Stockholm nach Turku, wo wir heute Abend gegen 19:00h ankommen sollten, sofern es Käpt'n Iglo gelingt, das Sinken des Schiffes zu vermeiden.
Gestern Abend waren wir in einem schönen Hotel in Stockholm. Dort feierte ein wilder Haufen von Engländern, Franzosen und Holländern bis in die frühen Morgenstunden. Als wir pünktlich um fünf Uhr zum Frühstück erschienen, hingen einige der Trunkenbolde immer noch in der Lobby herum und soffen Bier.
"Die Franzosen gehen schlafen und die Deutschen gehen zur Arbeit. Kein Wunder, dass das nichts wird mit dem Land", sagte Bernhard und Norbert ergänzte: "So gewinnen die jedenfalls niemals einen Krieg."
Am gestrigen Abend stand uns mal wieder nach einem schönen Uffguss der Sinn. Wir ließen die Hotelsauna richtig hochfahren und gossen trotz starker Bedenken, die sich zu heftigen Protesten auswuchsen, fünf Eimer Wasser auf den brutalen Ofen auf und sagten nur: "Bisher ist ja noch nicht viel passiert" und "Schon vorbei!".
Hier auf der Fähre gibt es selbstverständlich auch eine Sauna, allerdings öffnet die erst um zehn Uhr, wir müssen also noch 45 Minuten bis zum nächsten Uffguss warten. Mal sehen, wieviele Eimer die uns hier an Bord zur Verfügung stellen. ;-)
20. Juli 2009
12. Juli 2009
Siegesfeier und Indianer-Event in der Saunaburg
Am Samstag fand in der Saunaburg in Rödermark im Rahmen eines indianischen Events unsere Siegesfeier statt.
Obwohl viele Besucher gekommen waren, begann der Abend ruhig, es gab schamanisch-japanisches Essen und Rückenmassagen sowie echte Relax-Aufgüsse und die Vorlesung einer Glosse von Eckard von Hirschhausen über die Sauna.
Um 21:15 begann das schamanische Ritual am Lagerfeuer. Die Heilpratikerin Petra verteilte Trommeln und Rhythmusinstrumente und zum Schlag der Trommeln wurden die reinsten Veitstänze aufgeführt. Im 1-2-3-4-Takt wiederholten die Saunaritter grinsend tausendfach das Mantra "ICH-WELT-MEI-STER" aber das war wohl nicht ganz im Sinne der Schamanin, sie fixierte uns mit glühenden Augen und sagte, dass wir so nie in die angestrebte Trance fallen würden. Nun gut, dann eben nicht. Es ist noch kein Schamane-Japane vom Himmel gefallen.
Nach etwa 90 Minuten wurde uns dann so kalt, dass wir einen schönen warmen Aufguss herbeisehnten und anschließend gings nach nebenan in die Cocktailbar. "Lang Island Eisentee" lautete dort unser vielfach wiederholtes Mantra und die Eisentees verfehlten ihre Wirkung nicht: KLINGELING!
Nach einer Stunde kehrten wir wieder in unsere Burg zurück und um 0:30h wurde der letzte Relaxer gegossen bei dem unser Staraufgießer Klaus ungewohnt fehlerfrei Gitarre spielte und dazu auch noch perfekt und textsicher sang.
Einige Saunaritter waren mittlerweile etwas ungeduldig geworden und wollten nun endlich mal wieder von der Hitze "gestreichelt" werden, mit anderen Worten: "Schluss mit lustig!"
Um 1:15h gab es dann den ersten "Schlag den Klaus" des Abends. Es wurde abartig heiß und nur Eddy und Bernhard konnten den Aufguss bis zum Ende sitzen. Franky und Michael zogen es vor, den Aufguss auszulassen, wohl wegen des Klingeling-Effekts des Eisentees. Eine Stunde später gab es den nächsten Burner, doch diesmal konnten Eddy, Stefan, Michael und Bernhard am Ende von der obersten Reihe die Siegeshymne "Saunaritter kriegst du nicht kaputt!" anstimmen.
Der Rest des Abends spielte sich teils an der Bar, teils in der Sauna ab. Es gab noch einen Bieraufguss und eine Lesung und als sich die müden Krieger so gegen vier Uhr in die Kemenaten begaben waren alle Messen gelesen. :-)
Wir haben gestern aber noch ein neues Talent gesichtet: Ralf ist anscheinend auch nicht so leicht "kaputt" zu bekommen. Schaun mer mal ...
8. Juli 2009
7. Juli 2009
6. Juli 2009
Die Finale der Herren
Die Sieger: Petra Schneider, Timo Kaukonen, Bjarne Hermannsson, Detlef Schneider, Manfred Göbel, Frank Böhm, Silvia Pfuhl, Beate Kopsick und Tiina Mustonen.
Das nationale Finale der Herren
Am Samstag fand nach dem Finale der Frauen um die deutsche Meisterschaft das Finale der Herren statt.
Wir waren glücklich, denn mit Frank Böhm, Thomas Kefer und Stefan Stein hatten wir drei Saunaritter ins Finale gebracht und alle waren fest entschlossen, es mit dem deutschen Rekordmeister, Detlef Schneider aufzunehmen. Detlef hatte in seiner bescheidenen Art schon direkt nach dem Halbfinale geäußert, dass er es dieses Mal wirklich nicht noch einmal schaffen könne, sein Halbfinale habe ihm so viel abgefordert, dass er "überhaupt keine Lust" mehr habe sich nun nochmal in diesen völlig überhitzten Raum zu setzen ...
Nicht, dass wir es ihm abgenommen hätten, wir wussten, dass eine Menge Anstrengung notwendig sein würde, um Detlef zu besiegen, aber Frank, Thomas und Stefan würden zumindest nichts unversucht lassen. Außerdem waren noch Manfred Göbel und Herr Lippert aus Augsburg mit von der Partie, die in den Vorkämpfen bewiesen hatten, dass auch sie nicht leicht zu besiegen sein würden.
Als erster musste Stefan dem anstrengenden Halbfinale Tribut zollen und schon nach knapp fünf Minuten rot wie ein Hummer die Sauna verlassen. Stefan hat in den letzten Wochen nach dem Überwinden einer lang anhaltenden Formkrise endlich wieder zu seinem alten Kampfgeist gefunden. Dieses Mal hat es eben noch nicht zu einer Medaille gereicht, doch der Aufwärtstrend ist nicht zu leugnen. Stefan ist wieder da!
Nach einiger Zeit folgte Lippert auf Platz fünf und bald darauf musste auch unser Thomas mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden sein. Dennoch verdient Thomas Leistung höchsten Respekt. Nur knapp am Aus in der Vorrunde vorbeigeschrammt hat er ungeheuerliche Energien mobilisiert und sich im Viertel- und Halbfinale jeweils direkt für die nächste Runde qualifiziert. Man konnte ihm schon vor den Kämpfen ansehen, dass er nicht nochmal die Zitterpartie über die Zeitqualifikation hat gehen wollen. Gut gemacht, Thomas!
Nun waren nur noch Manfred Göbel, Frank Böhm und Detlef Schneider übrig, um die Frage zu klären, wie das Edelmetall dieses Jahr verteilt werden würde. Manfred Göbel sitzt bis zum Schluss kerzengrade und starrt nach vorne. Diese Sitzhaltung ist in Anbetracht des von oben herabsinkenden Dampfes sehr beeindruckend. Frank und Detlef dagegen saßen bequem leicht nach vorn gebeugt und sahen so aus, als dächten sie an nichts Böses. Nach 8:51 hatte Manfred Göbel genug gelitten und begnügte sich mit der Bronzemedaille. Nun waren nur noch Detlef und Frank übrig.
Die "Franky, Franky"-Anfeuerungsrufe der Saunaritter und unser "Saunaritter schwitzen bis zum Schluss"-Lied sowie einige textliche Variationen mischten sich mit den "Detlef, Detlef!"-Schreien der Fans des deutschen Meisters. Keiner der beiden machte Anstalten aufzustehen und wir beobachteten sorgenvoll Franks rechten Nasenflügel, der schon seit einigen Minuten ins Bläuliche spielte. Wir wussten aber auch, dass wir mit Frank die richtige Atemtechnik trainiert hatten und dass Frank auf gar keinen Fall alleine wegen einer blauen Nase aus der Sauna gehen würde.
Die Spannung und die Atmosphäre vor der Bühne stiegen immer weiter. Schließlich musste Frank nach endlos scheinenden 9:37 aufgeben, ging aufrecht und schüttelte draußen dem alten und neuen deutschen Meister Detlef Schneider die Hand. Das Gold blieb wieder mal in Stralsund, aber die Saunaritter hatten noch eine Silbermedaille eingesammelt!
Als Frank aus der Kabine kam, war er nur kurz irritiert, fand aber sehr schnell wieder zur alten Kampfeslust zurück als Detlef nun aber wirklich keine Lust mehr hatte mit fünf Finnen das Finale auszufechten und Frank den letzten Platz im Finale anbot. Frank zögerte erst kurz, aber nach einer motivierenden Unterhaltung mit Bernhard, bei dem er seinen blauroten Zinken dick mit Heilsalbe einbalsamiert bekam, entschloss er sich, das Unmögliche zu versuchen!
Das internationale Finale der Herren
Unmittelbar vor dem Ende der Abkühlungsphase vor Beginn des Kampfes ging Bernhard nochmal zu Frank und sagte zu ihm: "Du hast in diesem Finale einen großen Vorteil den du nutzen solltest, Frank." Frank schaute irritiert: "Ich habe einen großen Nachteil, mir brennt die Nase ab!" "Das meine ich nicht. Schau, die da" sagte Bernhard und zeigte auf die Finnen, die sich immer noch aus den Wasserschläuchen abkühlten, "die können einfach nicht vor dir rausgehen. Du bist für sie der krasse Außenseiter. Also kannst du kontrollieren, wann sie rausgehen. Du allein kannst es entscheiden. Sie haben keine Wahl, sie müssen sogar ohnmächtig werden, wenn du willst. Du kannst sie so fertig machen, dass sie es niemals vergessen werden!" Frank lachte. Das gefiel ihm offensichtlich. Der entschlossene Blick, mit dem Frank dann ins Finale ging, machte uns Hoffnung und es sollte ein Finale werden, wie wir es uns nicht hätten träumen lassen.
Von der ersten Minute an feuerten wir unseren Frank an. Nach 9 Minuten bat Bernhard Engin zum DJ zu gehen und um Franks Lieblingssongs "Engel" und "Sonne" von Rammstein zu bitten. Der Wunsch wurde prompt erfüllt. "Hörst du Frank, sie spielen unser Lied!" brüllten die Saunaritter bei den ersten Takten von "Engel". Frank fing an zu grinsen und wippte sogar ganz leicht im Takt mit. Später sagte er, die Songs hätten ihn zu dem Zeitpunkt extrem motiviert.
14 Minuten waren mittlerweile vergangen und noch immer saßen alle sechs Wettkämpfer in der Sauna. Frank verzog jetzt bei jedem Wasserstoß schmerzhaft den Mund, aber die Finnen waren zu dem Zeitpunkt auch schon schwer vom Kampf gezeichnet. Aari Peka Paavola tropfte wie ein Kieslaster, Per-Erik Holmqvist, der Dritte der Weltmeisterschaft 2009, saß auf Platz 1 und von außen konnte man gut sehen, dass ihm Schweiß und Speichel aus den Mundwinkeln liefen. Markku Mustonen, der Vizeweltmeister von 2007 und überlegener Sieger des Vorjahres in Stralsund konnte seine Augen nicht mehr starr nach vorne gerichtet halten. Bjarne Hermannsson, der Weltmeister von 2009, saß tief eingesunken und selbst Rekordweltmeister Timo Kaukonen war im Gesicht schon aufgedunsener als sonst.
Nach 16 Minuten ging Ossi Arvela, der Organisator der Weltmeisterschaft und Teamchef der Finnen zum Wettkampfrichter und sagte besorgt, dass bald der Sauerstoff in der Kabine knapp werden würde und bat darum, die Sanitäter bereitzuhalten, er fürchtete um die Gesundheit seiner Sportler.
Endlich stolperte nach 17:21 Markku Mustonen aus der Kabine. Er musste regelrecht gestützt werden, der Sauerstoffmangel hatte ihn fast ohnmächtig werden lassen. Die Menge jubelte frenetisch, Frank hatte den ersten Favoriten besiegt!
"Nur noch vier, nur noch vier!" skandierte die begeisterten Saunafans aus allen Teilen Deutschlands.
Immerhin wurde dadurch, dass die Türen aufgingen, wieder frische Luft in die Kabine geflutet, so dass jetzt wieder genügend Sauerstoff vorhanden war.
Etwa zwei Minuten später versuchte Per-Erik Holmqvist sich zu erheben, er strauchelte vor Schwäche und er stolperte fast aus der Tür in die Arme der Helfer. Kurz darauf folgte Aari Peka Paavola, der auch nicht grade eine glückliche Figur machte. Frank hatte sie wirklich fast in die Ohnmacht getrieben!
Jetzt gab es kein Halten mehr, die Menge tobte vor Begeisterung und schrie wie aus einer Kehle "FRANKY, FRANKY!". Doch nun war auch für Frank der Zeitpunkt gekommen um aus der Sauna zu gehen. Nach sensationellen 20:21 verließ er krebsrot aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht, das "Hat hier jemand noch irgendeine Frage?" zu sagen schien die Kabine. Er wurde von den Saunarittern jubelnd in Empfang genommen und in den Abkühlbereich begleitet.
Wenige Sekunden nach Frank verließen dann auch sichtlich erleichert Bjarne Hermannsson (20:30) und Timo Kaukonen (20:32) das Finale. Timo hatte die Gold- und Bjarne die Silbermedaille gewonnen, aber für Frank und die Saunaritter war diese Bronzemedaille ein ganz großer Sieg.
Der Saunaritter (engl. Sauna Knight) Frank wurde von den Finnen anschließend nur noch Sauna Nightmare genannt und sie bestanden darauf, dass er sich zur Weltmeisterschaft in Heinola anmeldet.
Wahnsinn, Frank, das war der Hammer!
Der Damenwettbewerb
Der Augenblick des Triumphes: Beate Kopsick, deutsche Meisterin 2009
Die Halbfinale
Nach den Halbfinalwettkämpfen der Herren fanden am Samstag die Halbfinale der Frauen statt. Zwölf Frauen waren nach dem Freitag noch übrig geblieben, im ersten Halbfinale trat Silvia Pfuhl aus Rodgau gegen starke deutsche und internationale Konkurrenz an und im zweiten Halbfinale musste es Beate Kopsick aus Niddatal gleich mit Petra Schneider, der zweifachen deutschen Meisterin aus Stralsund aufnehmen. Alle ahnten, dass in diesem Finale schon die Weichen für das deutsche Finale gestellt werden könnten, je nachdem ob es Beate gelingen sollte, Petra zu besiegen.
Silvia hatte es mit der Frau von Markku Mustonen, dem Vorjahressieger bei den Herren, Tiina Mustonen zu tun, außerdem waren die starke Sylvia Burwitz aus Stralsund und Angelika und Sandra Schmidt aus Sachsen am Start. Diese Gruppe erschien auf den ersten Blick die leichtere Aufgabe zu sein, die Silvia mit Bravour meisterte. Nach 6:23 verließ Tiina Mustonen die Kabine und Silvia folgte ihr als Siegerin hinaus. Sie zeigte nur leichte Spuren einer geröteten Haut und schien noch ganz locker zu sein. Dennoch waren natürlich alle begeistert und feierten Silvia als hätte sie bereits eine Medaille gewonnen.
Beate kämpfte im Halbfinale außer mit Petra Schneider noch mit der hübschen Polin Anna Rogola, Marjaana Teperi aus Finnland, Regina Martini aus NWR und Malgorzata Nawrot aus Polen. Nach etwa vier Minuten hatte sich das Feld auf Petra Schneider, Beate und Marjaana Teperi reduziert. Kurz nach sechs Minuten gab die Finnin auf und nun war es schon zu dem vermuteten "kleinen Finale" gekommen. Petra Schneider war im letzten Jahr trotz einer Erkrankung deutsche Vizemeisterin geworden und hatte damals auch Beate besiegt, in diesem Jahr war Petra allerdings wieder topfit und alle waren gespannt, ob Beate gegen Petra würde gewinnen können.
Tatsächlich schaffte Beate die Überraschung, nach über sieben Minuten stand Petra auf und überließ Beate den Sieg im Halbfinale. Ein riesiger Jubel brach aus und Silvia war die Erste, die der überglücklichen Beate gratulierte und sie umarmte. Genauso wie Silvia vorher schien Beate noch bei allerbester Gesundheit zu sein, ihre Haut war nur leicht gerötet, die Hitze hatte keine schweren Spuren hinterlassen.
Das Finale um die deutsche Meisterschaft.
Pünktlich um 18:00h gab der Hauptschiedsrichter dann das Kommando "Wasser marsch!" und der entscheidende Kampf um die Meisterschaft der Damen begann. Neben Beate und Silvia waren auch Petra Schneider, die beiden Schmidts aus Sachsen und Regina Martini für das Finale qualifiziert. Alle waren mittlerweile fest davon überzeugt, dass es nur auf den Wettkampf Silvia gegen Beate hinauslaufen könne, denn Petra Schneider hatte sich im Halbfinale schon sehr verausgabt.
Noch nie hatte eine Frau bei der deutschen Meisterschaft acht Minuten oder länger in der Kabine gesessen doch dieses Mal verließ Petra erst nach starken 8:25 Minuten die Kabine und errang so die Bronzemedaille.
Starke Leistung der zweifachen deutschen Meisterin: Petra Schneider
Nun stieg einerseits die Stimmung, denn Gold- und Silbermedaille waren den Saunarittern bereits sicher, und andererseits die Spannung, denn wir wussten, dass es hier keine Geschenke geben würde!
Beide Damen wollten bei aller Freundschaft unbedingt den Titel gewinnen. Dafür hatten sie all die Strapazen des Trainings auf sich genommen, dafür waren sie hier. Hoch konzentriert gingen beide zur Sache und lange Zeit sah es so aus, als würde der Kampf kein Ende nehmen. Die Sekunden verstrichen, acht Minuten waren vorüber, neun Minuten verstrichen und immer tat sich noch nichts. Die Zuschauer tobten vor Begeisterung und die Anfeuerungsrufe wurden immer lauter.
Der Rekord war längst gebrochen, aber unsere beiden Damen kämpften mit großer Entschlossenheit weiter. Nach 9:38 stand Silvia urplötzlich auf und sprang aus der Kabine. Beate war deutsche Meisterin!
Völlig abgekämpft aber überglücklich schritt Beate aus der Sauna und auch dieses Mal gratulierte ihr Silvia als Erste. Es war ein sehr emotionaler Moment und die Tränen flossen beiden über das Gesicht. Unvergesslich.
Das Finale um die internationale deutsche Meisterschaft.
Nur gut eine Stunde später fand das Finale mit internationaler Besetzung statt und wieder war unsere Doppelspitze dabei. Wir hatten nur kurz Zeit, die teilweise sehr roten Stellen in den Gesichtern und auf den Schultern der beiden mit Salben und Kühlung zu versorgen und wegen der kurzen Erholungszeit rechnete niemand mit einem erneuten Erfolg unserer beiden Saunaritter. Niemand außer uns.
Denn hier machte sich wieder einmal unsere Trainingsmethodik bezahlt! Eine Stunde ist normalerweise mehr Zeit als wir zwischen unseren extremen Trainingseinheiten der Haut zum Regenerieren lassen und als um 19:30h Beate und Silvia wieder in die Kabine traten, waren sie schon so gut wie wieder völlig hergestellt. Die Gegnerinnen waren Marjaana Teperi, Tiina Mustonen, Anna Rogola und Malgorzata Nawrot.
Wieder mussten die anderen nach weniger als acht Minuten die Sitzung verlassen, Tiina Mustonen als Drittletzte nach 7:50, die damit die Bronzemedaille gewann und wieder saßen Beate und Silvia bis zum Schluss in der Kabine. Doch dieses Mal stand Beate kurz nach Tina auf und somit hatte Silvia die internationale Meisterschaft gewonnen!
Überglücklich vor Freude ließ sich Silvia von Beate umarmen und wieder flossen bächeweise Freudentränen. Nicht nur bei den beiden Damen auch viele Zuschauer waren von dem Anblick überwältigt. Wieder Gold und Silber für die Saunaritter! So ein Tag, so wunderschön wie heute ...
Vier der Teilnehmerinnen am internationalen Finale: Beate Kopsick, Silvia Pfuhl, Malgorzata Nawrot, Anna Rogola
Gruppenbild mit Fahne - Finnen und Saunaritter
Obere Reihe von links nach rechts: Timo Kaukonen, Markku Mustonen, Tiina Mustonen, Marjaana Teperi, Beate Kopsick, Silvia Pfuhl, Thomas Kefer, Uschi Herbert-Schäfer, Frank Böhm, Edwin Köhler.
Untere Reihe: Per-Erik Holmqvist, Bjarne Hermannsson, Reijo Juopperi, Aari Peka Paavola, René Schenk, Bernhard Strohmeier Stefan Stein, Michael Fath, Michael Niedermann.
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